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Erste Zertifikate "Seniorenfreundlicher Service" übergeben
Karlsbad ist Vorreiter im Landkreis Karlsruhe
„Wir sind nicht alleine" so bewertete der Sozialdezernent des Landkreises Karlsruhe - Peter Kappes - das breite Fundament an Unterstützern und Partnern für die Aktion „Seniorenfreundlicher Service". Rolf Freitag - Vorsitzender des Kreisseniorenrates im Landkreis Karlsruhe - freute sich am vergangenen Montag, 13. Dezember im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Karlsbad-Langensteinbach darüber, dass 32 Handelsgeschäfte, Handwerker und Dienstleister aus Karlsbad das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service" für 2 Jahre
tragen dürfen. „Wir erwarten jetzt einen Schub damit die Sache auch im Landkreis noch bekannter wird" erläuterte Freitag weiter. Der schöne Festakt wurde von den Landfrauen Langensteinbach umrahmt. Bei der Aktion hatte sich insbesondere der Karlsbader Seniorenbeirat tatkräftig ins Zeug gelegt.
So wurden bei den Handelsbetrieben anhand einer objektiven und vergleichbaren Kriterienliste verschiedene Punkte (z.B. Ausstattung, Service, Präsentation des Angebotes) geprüft und mit Punkten bewertet. Im Einzelfall wurde jeweils immer versucht, eine männliche und eine weibliche Person des Seniorenbeirats als Prüfer einzusetzen. Bei den Handwerksbetrieben erfolgte eine Nachbefragung nach dem Abschluss von Handwerksarbeiten. Dabei wurde nicht die fachliche Leistung bewertet sondern in erster Linie der Service. Ein engerer und anschließend ein erweiterter Arbeitskreis unter Beteiligung des Bundes der Selbständigen und der Gemeinde setzte sich dann mit den Ergebnissen auseinander bevor die endgültige Bewertung erstellt wurde. Bei der Begrüßung betonte Rolf Freitag, dass die Aktion Seniorenfreundlicher Service auch auf Menschen mit Handicaps ausgerichtet sei. Unter anderem wird sie vom Land Baden-Württemberg, Einzelhandelsverband, Handwerkerschaft, dem Landkreis, der Gemeindeverwaltung und regionalen Institutionen unterstützt. Die Bedürfnisse der Kundengruppe - hohes Qualitätsbedürfnis, Sicherheit und guter Service (z.B. Sitzgelegenheiten oder Preiskennzeichnungen auf großen, gut lesbaren Etiketten bei den Handelsgeschäften) rückten in den Mittelpunkt des Verfahrens. Wichtig sei auch die Rücksichtnahme auf nachlassende Fähigkeiten und den hohen Beratungsbedarf des Personenkreises. Zertifizierte Geschäfte und Firmen erhalten eine Urkunde und einen Logo Aufkleber mit dem Namen des vergebenden Kreisseniorrates, welches sie an Türen, Schaufenster und Fahrzeugen befestigen können. Es gilt zunächst für zwei Jahre und kann nach erneuter Bewerbung und Überprüfung verlängert werden. Die Gruppe der Senioren - so informierte Freitag - wachse und sei noch nie so wohlhabend wie heute gewesen. Zudem rechne man mit einem immer längeren Rentenbezug. Das seien auch wichtige wirtschaftliche Faktoren. Der Sozialdezernent des Landkreises Karlsruhe - Peter Kappes - freute sich über die erste Zertifizierungsveranstaltung im Landkreis. Die demografische Entwicklung sei eine Tatsache und Herausforderung. Mit dem Zertifikat komme jetzt das Thema Seniorenfreundlichkeit in den Alltag. Positiv sei, dass in Karlsbad in kurzer Zeit mehr als 30 Partner gewonnen werden konnten. Hauptamtsleiter Roland Tibi vertrat Bürgermeister Rudi Knodel und meinte, dass die Themen Versorgung und Nahversorgung Lebensqualität bedeuteten. Er bedankte sich für die gute Resonanz bei den Betrieben und ergänzte, dass es sich um ein objektives Verfahren der Zertifizierung handle. Bemerkenswert sei die hohe Punktzahl der Karlsbader Zertifizierungsträger. Harro Leverkus, Ehrenpräsident und Ehrenkreishandwerksmeister der Handwerksammer und Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe meinte, dass das Interesse an dem Zertifikat groß sei. Es lohne sich, für den anspruchsvollen und sensiblen Kundenkreis initiativ zu werden. Helga Müller - Vorsitzende des Karlsbader Seniorenbeirats - sagte, dass es sich der Seniorenbeirat nicht leicht gemacht habe. Man habe bei der Bewertung auch gute Einblicke „hinter die Theke" bekommen. Am einfachsten sei der „Einkaufstest" gewesen. Sie bedankte sich abschließend bei allen „Mitmachern". Bernd Schmidt schloss sich für den Bund der Selbständigen Karlsbad dem Dank ebenfalls an.
Quelle: Gemeinde Karlsbad / www.karlsbad.de